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SCHWARZ, Sibylla


Ist Lieb ein Feur

Ist Lieb ein Feur/ und kann das Eisen schmiegen/ 

Bin ich voll Feur/ und voller Liebes Pein/ 

Wohrvohn mag doch der Liebsten Hertze seyn? 

Wans eisern war/ so würd eß mir erliegen/ 

Wans gülden war/ so würd ichs können biegen 

Durch meine Gluht; solls aber fleischern seyn/ 

So schließ ich fort: Eß ist ein fleischern Stein: 

Doch kann mich nicht ein Stein/ wie sie/ betriegen. 

Ists dan wie Frost/ wie kalter Schnee und Eiß/ 

Wie presst sie dann auß mir den Liebesschweiß? 

Mich deucht: Ihr Herz ist wie die Loorberblätter/ 

Die nicht berührt ein starcker Donnerkeil/ 

Sie/ sie verlacht/ Cupido/ deine Pfeil; 

Und ist befreyt für deinem Donnerwetter.