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SCHOBER, Franz von

Am Bach im Frühling

Du brachst sie nun, die kalte Rinde,

Und rieselst froh und frei dahin.

Die Lüfte wehen wieder linde,

Und Moos und Gras wird neu und grün.

Allein, mit traurigem Gemüte

Tret’ ich wie sonst zu deiner Flut.

Der Erde allgemeine Blüte

Kommt meinem Herzen nicht zu gut.

Hier treiben immer gleiche Winde,

Kein Hoffen kommt in meinen Sinn,

Als daß ich hier ein Blümchen finde:

Blau, wie sie der Erinn’rung blühn.