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SCHMIDT VON LÜBECK, Georg Philipp


Ich komme vom Gebirge her


Ich komme vom Gebirge her,

Es ruft das Tal, es rauscht das Meer.

Ich wandle still und wenig froh,

Und immer fragt der Seufzer: Wo?


Die Sonne dünkt mich hier so kalt

Die Blüte welk, das Leben alt

Und was sie reden: tauber Schall –

Ich bin ein Fremdling überall


Wo bist du, mein gelobtes Land?

Gesucht, geahnt und nie gekannt,

Das Land, das Land so hoffnungsgrün

Das Land, wo meine Rosen blühn.


Wo meine Träume wandelnd gehn

Wo meine Toten auferstehn

Das Land, das meine Sprache spricht,

und alles hat, was mir gebricht


Ich wandle still und wenig froh

Und immer fragt der Seufzer: Wo?

Es bringt die Luft den Hauch zurück:

Da, wo du nicht bist, blüht das Glück!