REINMAR VON HAGENAU



Ich wirbe umb allez daz ein man


Ich wirbe umb allez daz ein man

ze wereltlîchen fröiden iemer haben sol.

daz ist ein wîp der ich enkan

nâch ir vil grôzen werdekeit gesprechen wol.

lob ich si sô man ander frowen tuot,

dazn nimet eht si von mir niht für guot.

doch swer ich des, sist an der stat

dâs ûz wîplîchen tugenden nie fuoz getrat.

daz ist in mat.


Si ist mir liep, und dunket mich

daz ich ir volleclîche gar unmære sî.

nu waz dar umbe? daz lîd ich,

und bin ir doch mit triuwen stæteclîchen bî.

waz obe ein wunder lîhte an mir geschiht,

daz si mich eteswenne gerne siht?

sâ denne lâze ich âne haz,

swer giht daz ime an fröiden sî gelungen baz:

der habe im daz.


Und ist daz mirs mîn sælde gan

deich abe ir redendem munde ein küssen mac versteln,

gît got deichz mit mir bringe dan,

sô wil ichz tougenlîche tragen und iemer heln.

und ist daz siz für grôze swære hât

und vêhet mich dur mîne missetât,

waz tuon ich danne, unsælic man?

dâ heb i'z ûf und legez hin wider dâ ichz dâ nan,

als ich wol kan.



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Ich wil allez gâhen

zuo der liebe, die ich hân.

Sô ist ez niender nâhen,

daz sich ende noch mîn wân.

Doch versuoche ich ez alle tage

und gediene ir sô, daz si âne ir danc

mit fröiden muoz erwenden kumber, den ich trag